In der folgenden Nacht erschien ihm eine tief verschleierte Frau. Noch nie zuvor in seinem Leben hatte der Bayer ein solches Wesen erblickt, das ihn auch noch mit Sepp ansprach. "Sepp", sagte das Wesen, "ich komme von weit her aus dem Osten, von wo aus einst meine Vorfahren aufbrachen und bis vor die Tore Wiens gelangten. Aber fürchte dich nicht, bis München kamen sie damals nicht. Ich komme allein hierher, an diesen Ort weit hinter München, um dir zu sagen: warte auf die Fee. Sie wird dich leiten. Auch der General war ihr Bote, aber wie alle diese Soldaten war er zu plump, so daß er dich nur erschreckt hat. Und nun Sepp, warte, warte, warte..." Damit verschwand die Gestalt. Der Bayern-Sepp dachte am nächsten Tag lange über den Traum nach. War es vielleicht gar kein Traum gewesen? Wie konnte sie den General kennen? Der Sepp blies mit dicken Backen weiter in sein Horn und wartete. Er wartete und wartete, fühlte sich fremd und immer fremder und blies verzweifelt ins Horn. Wo blieb die Fee? Warum träumte er nicht mehr? Manchmal schloß er am hellichten Tag die Augen, nur um die Fee herbeizurufen.
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